Die Inseln - Sizilien & Sardinien

Sizilien war einst eine der wichtigsten Kolonien Griechenlands und entsprechend lange gibt es hier schon eine Weintradition. Aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. stammen jedenfalls zahlreiche Funde, die auf einen regen Anbau schließen lassen. Lange Zeit galten sizilianische Weine als einfache Massenprodukte. Heute gilt Sizilien als eine der dynamischsten Anbaugebiete Italiens, wobei der Strukturwandel vor etwa 20 Jahren einsetzte. nicht älter als 10 bis 15 Jahre zurückliegt.

Die knapp 100.000 Hektar Rebfläche sind überwiegend mit heimischen Varianten, wie die weißen Grillo, Cattaratto, Inzolia  oder die roten Perricone, Nero D’Avola und die beiden Nerello Reben, aber zunehmend werden internationale Reben wie Cabernet Sauvignon oder Chardonnay angebaut. Die Weißweine gelten jedenfalls derzeit als kräftig, aber aromatisch und die Rotweine als fruchtige, dicht strukturierte Gewächse. 

Sardinien gehört zu den eigenständigsten Weinregionen Italiens. Der Weinbau ist hier seit Jahrtausenden geprägt von Phöniziern, Römern und vom Wind des Mistral, vom kargen Granitboden und der Nähe zum Meer, die den Trauben eine klare, salzige Frische verleiht.

Typisch für die Insel sind autochthone Sorten wie Vermentino, Cannonau und Carignano, die kraftvolle, aromatische und zugleich elegante Weine hervorbringen. Viele Winzer arbeiten in kleinen Strukturen, oft familiengeführt, und setzen auf traditionelle Methoden kombiniert mit moderner Kellertechnik. Das Ergebnis: charakterstarke, mediterrane Weine, die die wilde Landschaft Sardiniens authentisch widerspiegeln.